Widmung
Dem, was andere schon sagten, kann ich nichts Neues hinzufügen; zudem bin ich kein begabter Poet. Ich gebe nicht vor, anderen von Nutzen zu sein: Um meinen eigenen Geist zu üben, habe ich dieses Werk verfaßt.
Ahimsayama
Ahimsayama
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Aus dem Zusammenhang gerissen
Wie kleine Äffchen erziehen
Nicht getröstet, sondern beschwichtigt
Das Kind in der Rolle des Tröstenden
Keinen zusätzlichen Schmerz bereiten
Abwertungspädagogik
Das tut man nicht!
Mama, ich will nicht nach Amerika! Schwimm weiter!
Parentifizierte Kinder
„Halten der Treue“ gegenüber den Eltern
Abnabelung
Der Liebe eines Elternteils nachlaufen - ein Leben lang
Traumatisiert - nicht zu tiefen, aufmerksamen Beziehungen fähig
Es fehlt der emotionale Zugang zum eigenen Empfinden
Kinder der Kriegskinder => Kriegsenkel
Aufbruchstimmung der 70er
Das Einzige, was sich zu erinnern lohnt
Vater und ich, wir verstanden uns gut, auch ohne das ununterbrochene, korrigierende und besserwisserische Reden
"Empfindungen des Lebens" von Hanns-Josef Ortheil
Kreisauer Kreis
Weinen hilft jetzt auch nicht
Die Mutter beherzigte den Rat und wurde depressiv
"Im Westen nichts Neues"
Remaque
Ich möchte leben, das ist für mich nicht selbstverständlich, ich muß etwas dafür tun, damit ich leben kann
Wir Kinder waren Statisten
Photo vom Vater - kranker Mann - als abschreckendes Beispiel
Phase der bewußten Selbstentwicklung - zwanzig Jahre gedauert
Gehäutet - Schicht um Schicht - ab in den Keller der Kindheit
Willst du immer noch Frauen retten?
Urvertrauen - wie kann man es weitergeben, wenn man es gar nicht besitzt?
... und dann will ich was ich tun will endlich tun ...
"Der Ernstfall" von Dieter Wellershoff
"Paul wimmerte jetzt, und was er mit der hohen, ängstlichen Stimme eines ängstlichen Kindes vor sich hinsprach - ,Bitte, Mutti, hilf mir, ich will nicht sterben' -, erfüllte mich mit einem Gefühl von Peinlichkeit und Befremden. Was sollte das? Wie schrecklich stellte er sich an!"
Wohlwollende Aufmerksamkeit
... nie solidarisch gezeigt
Einem Vater, von dessen Erfahrung er ganz selbstverständlich hätte profitieren können
Putzen als Metapher für die langsame und quälende Wiederherstellung der menschlichen Würde
Menschen gegenüber hielt Anton Werk also zeitlebens Abstand
Meist kannte er nur ihre Vornamen
In der Familie war sein Wort nichts wert
Niemand durfte ihn daran hindern, so zu leben, wie er es für richtig hielt
Mit Schulthemen wollt er er nicht behelligt werden
Sie sollten möglichst Abitur machen
Aber was noch eigenartiger war, ich konnte ihn bis zu seinem Tod nicht umarmen
Irgendetwas stimmte mit ihm nicht - aber im Grunde kannst du es dir nicht erklären
WASt
Es kommt eine Zeit, da fällt alles von einem ab, die Wut der jungen Jahre und das Leiden an der Ungerechtigkeit der Welt; auch die Zuversicht, sie würde besser werden oder sogar gut, wenn man sich nur genug darum bemühte und mit ganzem Herzen
Es kommt eine Zeit, da ist dieses Herz plötzlich leer geworden und der Mensch auf sich selbst zurückgeworfen, ganz allein mit sich. Keine schöne Zeit
"Das Eigentliche" von Iris Hanika
"Aber kann man denn den Nationalsozialismus für alles verantwortlich machen?"
... psychisch und sozial gestorben ...
Sinnstiftungskonstruktionen
Das eigene Leid ist in der Gefangenschaft am größten
Der Tod der anderen kommt erst gar nicht vor
Die Forschung sagt, man hätte es wissen können
... so, wie wir heute wissen , daß es einen Klimawandel gibt ...
Wahrnehmung und Deutung
Wo ist heute der Bundestagsabgeordnte, der offen gegen seine eigene Fraktion auftritt?
... sondern, wie ich mich selbst sozial fühle ...
Jeder Mensch will seine eigene positive Sinnstiftung haben
Als Handwerker war er voll auf das Hier und Jetzt konzentriert, was, wie wir aus der Traumaforschung wissen, am besten geeignet ist, um seelisch im Gleichgewicht zu bleiben
Widerspruch wurde nicht geduldet ...
Im Widerspruch - im Widersprechen kommen wir allerdings erst zur Wahrheit
Gewalttäter verachten die Schwäche
Transgenerationen Übermittlung
Ein Kind ist aber auf die Orientierung der Eltern angewiesen (durch die Eltern)
Wenn Eltern in ihrem Wertesystem orientierungslos sind, dann kann es zu keiner geordneten Orientierung kommen
Kinder merken, da stimmt etwas nicht, können es aber nicht benennen
Daran können Menschen psychisch erkranken, vor allem an Depressionen
Konnte man als Kind über diese richtigen Wahrnehmungen sprechen? Und wurde man damit verstanden? U. U. ist dies entscheidend für den weiteren Lebensweg
Wenn Kinder sie ansprachen, kam keine Resonanz
Häufig hat fehlende Resonanz mit Verlusten und blockierter Trauer zu tun
Orientierung durch den großen Bruder
Vielleicht bin ich gar nicht verdreht, sondern mein Gegenüber?
Noch heute sind mir Friedhöfe ein Graus. Genug ist genug
Als Kind hatte ich begonnen, alte Sachen und alte Menschen zu sammeln, als Korrektiv und Orientierung
Er war weitherzig aus der Krise hervorgegangen
Aus: "Nachkriegskinder - Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter" von Sabine Bode
Was versteht man unter "dem Weg" in der Spiritualität?
Was versteht man unter "dem Weg" in der Spiritualität?
Als ich vor vielen Jahren psychisch erkrankte und mein Leben in sich zusammenbrach, war das für mich, wie für viele von uns auch, ein Schock. Dinge passierten einfach mit mir. Ohnmacht, Verwirrung, Angst, Hoffnungslosigkeit und vieles andere mehr. Gewitter in meinem Kopf. Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Doch was mich am meisten belastete, war die Tatsache, daß ich die Kontrolle über mich und mein Leben verloren hatte. Mehr noch. Meine Gedanke kreisten, ohne daß ich irgendeinen Einfluß gehabt hätte. Tausendmal gedacht, durchgekaut und ausgespuckt, keine Lösung war zu finden. Sie begannen stets aufs Neue. Ohne Anfang. Kein Ende war abzusehen. Und täglich grüßte das Murmeltier. Meine anfängliche Lösung lag im Alkohol. Endlich Ruhe im Oberstübchen. Wenigstens für einige Stunden. Mir war klar, so konnte das alles nicht weitergehen. . .
Immer schön Kopf hoch, damit das Krönchen nicht fällt
JAWOLL, immer schön Kopf hoch! Sich nicht gehen lassen! Haltung bewahren! Sich nicht unterkriegen lassen! Das Leben geht weiter! Das stimmt total! Und es ist total bescheuert!
1. Variation: Es stimmt nicht! Du liegst am Boden, weil du enttäuscht bist. Du hast keine Lust mehr. Es ist viel zu anstrengend. Du bist in einer Krise und weißt keinen Ausweg. Du kannst einfach nicht mehr. Punkt. Und fertig. Es muss auch mal erlaubt sein, liegenzubleiben! Wenn es halt einfach nicht mehr geht. Ohne Diskussion und ohne weiteres Gelaber! Ohne Aufmunterungen, weil sie dir auf die Nerven gehen! Immer diese Schönredner. Die sind noch nie im Sumpf gewesen! Jedes ihrer "schönen" Worte treibt dich noch mehr in die Depression. Die Krone, die gefallen ist, rutscht in immer weiterer Ferne. Außerdem ist es ganz gut, sich manchmal in seinem Elend zu suhlen. Nicht wahr?
2. Variation: Es stimmt! Du bist verantwortlich für dein Leben! Niemand sonst. Auf wen wartest du? Wer soll dich jetzt schon wieder retten? Es ist schlimm, aber nicht so schlimm als das du nicht wieder aufstehen könntest. Etwas geht noch. Wenn nicht jetzt, dann aber bestimmt in ein paar Mintuten. Oder in ein paar Stunden oder in ein paar Tagen. Irgend etwas wird irgendwann wieder gehen. Niemand schafft es, so lange am Boden liegen zu bleiben bis der Tod eintritt. Irgendwann stehst du auf. Du bist fertig mit deinen Elendsgefühlen. Du bist erschöpft vom Heulen. Du findest jede Alternative besser als liegen zu bleiben. Durch eine Krise musst du nur hindurch. Das ist der Sinn. Nicht drin stecken bleiben.
3. Variation: Es stimmt und es stimmt nicht! Und es stimmt beides zugleich! Alles zu seiner Zeit! Und jeder ist da anders! Wenn du aufhörst zu werten, darf alles so kommen, wie es kommt. Du fällst und bist fertig. Dann ist das so. Oder du stehst auf, weil du ein Aufsteher bist. Dann ist das auch so. Es ist dein Leben und du entscheidest, wie du es machst, oder?
www.matthias-koenning.de
4. Variation: Ob man sich erhebt, steht, geht, etwas tut oder mit etwas aufhört – man sammle den Geist stets auf das Tun selbst und nicht auf die Beziehung, die man zum Handelnden oder seinem Charakter oder Wert hat…
Man übe einfach nur die Sammlung des Geistes auf das Tun selbst, und so wird man ihn als ein geschicktes Mittel verstehen, das einem zur Stille des Geistes, zu Verwirklichung, Einsicht und Weisheit verhilft.
Ashvagosha (* um 80 – 150)
Variation 4, das ist der Weg der Spiritualität
Ja, der Weg. Wohl haben manche schon gehört: „Es gibt keinen Weg, da alles schon da ist“, aber das fühlt sich für dich nun mal wie ein Weg an. Der Verstand kennt den Weg, in dem er sich technisches und funktionales Wissen aneignet, um voran zu kommen. Auf dem spirituellen Weg ist es fast umgekehrt. Hier geht es um Wahrnehmungen. Wenn du es schaffst, dein Wissen, deine Gedanken, deine Ideen und Techniken zu lassen, entsteht eine stille Lücke, wo pure Wahrnehmung erst passieren kann. Ja, und da ist der Satz wieder: „Es ist alles schon da“. Deshalb geht es nur darum, in dir wahrnehmend zu beobachten.
Die Voraussetzung dafür ist Stille. Bei den uns andauernd bombardierenden Gedanken aus dem Verstand ist das Erleben der wirklichen Stille kaum möglich. Erst in der absoluten Stille, dieser tieferen Seins-Ebene, verlieren alle Ideen und Konzepte ihr Fundament und zerplatzen wie Luftblasen. Wenn ich von Stille rede, verstehe ich darunter nicht die Abwesenheit von Lärm und auch nicht eine Meditation, um die Gedanken zu verringern. Ich meine den völligen Stillstand deiner Gedanken oder zumindest, dass die Gedanken im Erleben verblassen, sich entfernen und damit an Wirkungskraft verlieren.
Jegliche Erwartung und ein „Verstehen wollen“ killt die bewusste Wahrnehmung der Stille im Jetzt.
Ob man sich erhebt, steht, geht, etwas tut oder mit etwas aufhört – man sammle den Geist stets auf das Tun selbst und nicht auf die Beziehung, die man zum Handelnden oder seinem Charakter oder Wert hat…
Man übe einfach nur die Sammlung des Geistes auf das Tun selbst, und so wird man ihn als ein geschicktes Mittel verstehen, das einem zur Stille des Geistes, zu Verwirklichung, Einsicht und Weisheit verhilft.
Inklusion - was ist das?
Inklusion
Viele
von uns Betroffenen sind durch ihre Behinderungen vom öffentlichen
Leben ausgeschlossen oder können nicht nach ihren Vorstellungen
daran teilnehmen. Die Ursachen hierfür sind viele.
Oft
mangelt es an Möglichkeiten, an Information oder es sind andere
Hindernisse, die uns im Wege stehen, wie weite Wege, ungünstiger
Nahverkehr, zu hohe Kosten oder es ist einfach der fehlende
hindernisfreie Zugang zu einem Raum oder Gebäude. Viele von uns
leiden deshalb und fühlen sich vielleicht ausgeschlossen oder mehr
und mehr einsam.
Die
Vereinten Nationen (UNO) haben 2006 in New York in einem Papier
gemeinsam entschieden, die Rechte von Behinderten Menschen neu zu
bestimmen. Dieses Papier haben 154 Staaten unterschrieben und wollen
den vereinbarten Inhalt umsetzen. Der Inhalt wurde über fünf Jahre
erarbeitet und betrifft ca. 650 Mio. Menschen weltweit; keine anderer
Vertrag wurde so schnell von so vielen Staaten in Kraft gesetzt. Auch
Deutschland gehört dazu. Nicht nur das, auch Länder, Städte und
Gemeinden sollen und müssen den Inhalt umsetzen. Der Inhalt bedeutet
kurz gesagt:
Behinderte
werden in Zukunft weniger als Kranke betrachtet, sondern vielmehr als
gleichberechtigte Menschen.
Aber
was bedeutet das alles im täglichen Leben für uns?
Es
soll dafür gesorgt werden, daß alle Menschen an allen
gesellschaftlichen Aktivitäten auf allen Ebenen und in vollem Umfang
teilnehmen können. Dies heißt, alle gesellschaftlichen Bereiche
müssen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
zugeschnitten sein oder geöffnet werden.
„Es
ist nicht Aufgabe des Menschen mit Behinderungen sich anzupassen, um
seine Rechte wahrzunehmen.“
Sportvereine,
das Rathaus, Krankenhäuser, Bibliotheken und z.B der Musikverein,
aber auch die Kette sollen dafür sorgen, daß alle Behinderten
möglichst einfach mitmachen können.
Also:
Menschen mit Beeinträchtigungen gehören ganz selbstverständlich
mit dazu – mitten in der Gesellschaft, von Anfang an, egal, ob im
Kindergarten, Schule, Arbeit oder der Freizeit. Das nennt man
Inklusion.
Der
Gedanke der Inklusion ist eine ganzheitliche Sicht auf die Menschen
und die Gesellschaft.
Inklusion
geht von einer uneinheitlichen Gesellschaft aus, die aus vielen
unterschiedlichen Menschen besteht. Unterschiede zwischen den
Menschen sind ganz normal. Menschen unterscheiden sich. – z.B.
geschlechtlich, sozial, rassisch, vom Alter, der Nationalität oder
körperlicher Verfassung und Intelligenz voneinander. Der Gedanke der
Inklusion möchte eine Gesellschaft, in der die verschiedenen
Menschen als gleichberechtigte Bürger miteinander gut leben können.
Doch,
wo werde ich so angenommen, wie ich bin? Wo kann ich meine
Fähigkeiten einbringen? Wie meine Freizeit gestalten, andere
Menschen kennenlernen, Freundschaften schließen und Neues lernen?
Was kann ein Verein tun? Was der Bürgermeister? Welche Bedürfnisse
haben wir und welche Möglichkeiten haben die anderen?
Um
sich über diese Fragen auszutauschen, wurde am 20. August 2015 in
den Räumen der Kette ein
Cafegespräch
– Freizeit in Gesellschaft
Erholung
Sport und Kultur inklusiv
in
Bergisch Gladbach
veranstaltet.
Es trafen sich Vereine, Betroffene, Behindertenbeauftragte,
Behindertenhilfe, Beiräte und Fachkräfte aus dem sozialen Bereich.
Themen
unter anderen waren:
Wie
finden wir zueinander - Behinderte und z.B. Sportvereine?
Wie
könnte man Fahrdienste organisieren?
Gibt
es eine Plattform im Internet, wo Informationen gesammelt und
veröffentlicht werden können?
In
welchen Räumen kann man sich zukünftig treffen, um weiter über die
Inklusion in Bergisch Gladbach sprechen zu können?
Um
die Bedürfnisse der Behinderten besser zu verstehen, soll ein
Kompetenzrat gegründet werden.
Er
soll aus Betroffenen bestehen, die dafür sorgen sollen, daß unsere
Bedürfnisse richtig berücksichtigt werden.
Es
soll ein Förderantrag für dieses Projekt an die Aktion Mensch
geschickt werden. Damit könnten die Kosten beglichen werden.
Die
Feenfrage (zum Projektantrag)
Einmal
angenommen: Zu Ihnen kommt eine gute Fee. Sie verspricht Ihnen, daß
in 10 Jahren alle Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt
in Vereinen mitwirken können. Was benötigen Sie dabei für Ihre
eigene Arbeit, damit dieses Wunder Wirklichkeit werden kann? Was soll
in diesem Projekt berücksichtigt werden? Wie könnte diese gelebte
Inklusion bei Ihnen vor Ort in 10 Jahren aussehen?
Frau
Seydholdt (Vorstand, Die Kette) schrieb dazu in einer Mitteilung zum
Cafegespräch an die Presse folgendes:
des
Publikumsvotums.
Weitere
Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen!“
Es
braucht engagierte Menschen, um einen positiven Wandel der
Gesellschaft, in die wir alle geboren sind und in der wir auch alt
werden wollen, zu bewerkstelligen. Auf beiden Seiten. Das kann nur
gelingen, wenn Ängste und Missverständnisse mehr und mehr
verstanden werden.
Die
Vielfältigkeit unserer Gesellschaft stellt ein Reservoir an
Möglichkeiten dar, die genutzt werden sollten.
Dreiklang
„Ihr
lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr
alle gleich seid!“
(Kurt
Cobain, Musiker)
Glücklich
zu sein heißt nicht, dass alles perfekt ist. Es heißt nur, daß
du
dich entschieden hast, über die Mängel hinweg zu sehen.
(Buddhistische
Weisheit)
„Was
wir zu lernen haben ist so schwer und doch so einfach und klar:
Es
ist normal verschieden zu sein.“
(Richard
von Weizsäcker, Bundespräsident)
P.s.
Eine Möglichkeit, um die Inklusion voran zu treiben, sind internetbasierte Informationsplattformen.
Hier BERLIN:
Atmen und den Ärger und die Wut annehmen
„Wenn du aufgebracht bist,
tue oder sage nichts.
Atme nur ein und aus,
bis du ruhig genug bist.“
- Thich Nhat Hanh
Hier ein Link zu verschiedenen Atemtechniken
Apfelblütenfest - Baum der Religionen
Ein wunderbarer sonniger Maitag. So, wie man sich ihn vorstellt. Ein Grund mehr für mich, das Apfelblütenfest 2014 zu besuchen.
Ich mag die altehrwürdigen Gebäude des Museums in Bensberg. Scheunen im Bergischen Fachwerk, bestückt mit Gerätschaften und Maschinen aus dem letzten Jahrhundert - eine Stellmacher- und eine Schmiedewerkstatt finden sich ebenso auf dem Gelände wie ein Apfelbaum.
Ihm wurden vor Jahren durch Gartenbaufachleuten bergische, vom Aussterben bedrohte Apfelsorten "aufgepfropft". So, wie in den vergangenen Jahren, soll auch in diesem Jahr die Blüte umfangreich gewesen sein und an jedem der veredelten Äste stattgefunden haben. Dieser Baum ist augenscheinlich der Stolz des Gartens.
Um und unter diesem Baum findet seit 10 Jahren das Apfelblühtenfest der Religionen statt. Jeder der Religionen ist eine Fruchtsorte des Baumes zugeordnet.
Motto der Vorträge war heuer "Paradies". Untermalt wurden die kurzen Texte der Beitragenden der verschiedenen Religionen von Musik.
Im Prolog war zu vernehmen, daß Joachim Gauck, Ranga Yogeshwar und Eugen Drewermann (sorry, wenn ich jetzt wen vergessen habe) Grußbotschaften übermittelt haben. Landrat und OB sprachen kurze Worte. Trotz des schönen Wetters war es doch manchmal erstaunlich kühl.
Am Ende der Veranstaltung stand ein gemeinsames Gebet.
Jetzt ist die Zeit,
neue Wege zu beschreiten,
der allesvernichtenden Tradition des Hasses
die Stärke der Liebe entgegenzusetzen
“Ihr seid alle die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges.” (Baha`ull’ah)
Endlich Daheim - Ein Leben lang vergessen in der Psychiatrie
Nachlass eines Schicksalslosen
Ein Leben lang vergessen in der Psychiatrie
Von Hans Volkmar Findeisen
1940 kommt der erste Transport von 500 Psychiatriepatienten aus Südtirol nach Süddeutschland. Zur Euthanasie. Unter den Deportierten befindet sich ein 23jähriger Mann: Josef Demetz, genannt Peppi. Als uneheliches Kind hatte man ihn ins Irrenhaus nach Trient abgeschoben. Ohne nachvollziehbare Diagnose. Peppi kam nach Zwiefalten. Das psychiatrische Landeskrankenhaus war Durchgangsstation für die Tötungsanstalt Grafeneck. Der junge Mann blieb am Ende vom Tod in der Gaskammer verschont. Aber den Rest seines Lebens, 60 Jahre, blieb er in der Psychiatrie. Niemand wollte ihn. Niemandem erzählte er von seiner grauenvollen Geschichte. Nur einem Kassettenrecorder hat er seine Geheimnisse anvertraut. Erst jetzt ist diese Aufnahme wieder aufgetaucht. Sie ist ein unvergleichlich erschütterndes Dokument.
Redaktion: Christina-Maria Purkert/ © WDR 2013
Audio (nur 7 Tage verfügbar)
Ich wähle die Freiheit
"Und auch daran erkennt man den Papalagi, daß er uns aufreden will, wir seien arm und elend und brauchen Hilfe und Mitleid, weil wir keine Dinge haben. Laßt euch von mir berichten, was das ist, ein Ding...
Eine europäische Hütte hat so viele Dinge, daß, auch wenn jeder Mann eines Dorfes seine Hände und Arme beladen würde, doch nicht das ganze Dorf genügen würde, sie alle davonzutragen.
Es ist eine große Armut,
wenn der Mensch viele Dinge braucht; denn er beweist damit, daß er arm
ist an Dingen des Großen Geistes. Der Papalagi ist arm, denn er ist
besessen auf Dinge. Diese Dinge sind nichts anderes als giftige Pfeile, an denen der stirbt, an dessen Brust sie hangen. "Wir müssen ihnen Bedürfnisse aufzwingen", hörte ich einen Mann sagen, der unser Land gut kennt. Bedürfnisse - das sind Dinge.
Die Palme hat viel mehr Weisheit als ein Papalagi."
Die Reden des Südsee-Häuptlings Tuiavii aus Tiavea
"Ich habe hier in der Mission 15 Jahre gelebt. Sie geben uns Kleidung, und sie machen uns krank. Sie geben uns Mehl und Zucker, und unsere Zähne fallen aus. Sie erzählen uns von Gott, und unsere Kinder sterben. Sie verjagen das Wild, schwächen unsere Knochen; unsere Hunde sterben. Sie geben uns wirkungslose Medikamente; Husten und Geschlechtskrankheiten töten unsere Frauen und Kinder. Sie behandeln uns wie Kinder, die nicht wissen, was sie wollen, und sie sagen uns, was wir tun sollen. Sie versprechen uns Land zum Bebauen. Wir hörten noch auf den Missionar Don G., als wir ihn im Wald trafen, als wir von diesen Dingen noch nichts wussten. 'Kommt mit uns, die Zeit des Leidens im Wald ist vorbei'. Wo ist das Land? Wo leiden wir am meisten? Dort im Wald oder hier? Unsere Mädchen sind zur Bahnlinie gegangen und leben da als Prostituierte. Wer hat uns gesagt: 'verdient Geld'?"
Ein Ayoreode
Ein Ayoreode
Alles Lüge!
Das Ziel unserer Reis ist nicht weit von hier
37 Tage auf hoher See
Zwischen Jedermanns- und Niemandsland und ewigem Schnee
Wir hab' n genug zu essen
Genug Schnaps und Brot
Doch die Mannschaft ist müde und der Steuermann tot
Und niemand weiß genau, wohin die Reise geht
Jeder weiß, daß alles in den Sternen steht
Doch die Sterne leuchten schon seit Tagen nicht mehr
Nur der Käpt' n strahlt
Und der Himmer bleibt leer
Blinder Passagier -
Ich weiß, was ich weiß
Doch ich sag' s nur dir
Blinder Passagier -
Das Ziel uns' rer Reise ist nicht weit von hier
Das Ruder ist gebrochen und keiner weiß
Ob' n Funker an Bord ist
Wie der Notruf heißt
War' s nicht SDI
Oder CIA
Oder SAVE OUR MONEY
Oder USA?
Ist jetzt alles zu früh
Oder alles zu spät
Und niemand weiß
Wohin der Wind uns weht
Bringt uns dieser Dampfer übern großen Teich
Oder saufen wir ab und sterben reich?
Blinder Passagier -...
Und Backbord, Backbord ist' n riesen Leck
Und der Obermaat weiß es
Doch es schert ihn 'n Dreck
Und niemand schreit:
Macht die Boote klar!
Es ist ja nur eins für den Käpt' n da
Die Ratten
Die hatten einst alles im Griff
Doch die Ratten verlassen das sinkende Schiff
Und es dauert nicht mehr lang
Und es ist alles vorbei
Doch niemand denkt hier an Meuterei
ALLES LÜGE!
Blinder Passagier -
Das Ziel uns' rer Reise ist nicht weit von hier
Rio Reiser
P.s.
Man kann nur hoffen, es werden heute weise Entscheidungen getroffen.
Einigkeit macht stark!
Notfall-Petition
Anfang November lief Palden Choetso aus ihrem Kloster, schüttete Benzin über sich und setzte sich in Brand, während sie nach einem ‘freien Tibet’ rief. Minuten später war sie tot. Im vergangenen Monat haben sich neun buddhistische Mönche und Nonnen selbst verbrannt, um gegen die zunehmende Repression Chinas gegen das friedliche Volk der Tibeter zu protestieren.
Die Tibeter ersticken unter Chinas eisernem Griff. Sie können ihre Religion nicht frei ausüben -- schon das Herunterladen eines Fotos des Dalai Lama kann einen Tibeter ins Gefängnis bringen. Und es wird immer schlimmer: Mehrere Kolonnen chinesischer Truppen haben die größten Klöster blockiert und entführen Mönche in “patriotische Umerziehungs-Programme”. Diese schreckliche Situation gerät zunehmend außer Kontrolle. Seit Anfang dieses Jahres haben sich elf Mönche und Nonnen selbst verbrannt und mit jedem Protest verstärkt China den Druck. Für Tibeter sind Selbstverbrennungen ein besonders schwerwiegendes Opfer, das das Ausmaß ihrer Verzweiflung offenbart. Sie glauben, dass Selbstmord einen verheerenden Einfluss auf den Kreislauf der Reinkarnation hat und man bis zu 500 Leben zurückgeworfen wird. Doch die Situation in Tibet ist so schrecklich, dass Mönche und Nonnen ihre Position im Kreislauf der Wiedergeburten aufgeben, in der Hoffnung auf internationale Kenntnisnahme und Freiheit für ihre Brüder und Schwestern. Die chinesische Regierung lässt keine Journalisten oder Menschenrechtsbeobachter in die Region -- Journalisten von Sky news und AFP wurden erst kürzlich zur Ausreise gezwungen. Diplomaten können jedoch Zugang beantragen und einreisen. Und wie wir erst vor kurzem im Fall von Syrien gesehen haben, sind sie der beste Weg, Augenzeugenberichte zu bekommen, China zu zeigen, dass die Welt auf China schaut und politische Gespräche auf höchster Ebene über die Menschenrechte von Tibetern zu beginnen. Es liegt an uns, weltweit Alarm zu schlagen. Wenn wir die USA, Großbritannien, Australien, Indien, Frankreich und die EU dazu bewegen, jetzt eine Delegation zu entsenden, könnten sie China zum Handeln zwingen.
Wir dürfen keine Zeit verlieren -- unterzeichnen Sie diese Notfall-Petition:
https://secure.avaaz.org/de/
Avaaz-Mitglieder haben Projekte unterstützt, die sich gegen die Mediensperre einsetzen und die Kultur und Religion Tibets unterstützen. Aber die gnadenlose Unterdrückung durch China eskaliert. Es ist an der Zeit, dass sich unser ganzes Netzwerk für diese friedlichen Menschen, die ihr Leben für Grundrechte opfern, einsetzt. Zeigen wir ihnen, dass die Welt sie nicht vergessen hat. Voller Hoffnung und Entschlossenheit,
Emma, Iain, Dalia, Ricken, Diego, Shibayan, Giulia, und das ganze Avaaz-Team
Was bin ich?
"Als ich 3 Jahre alt war, hab ich mir immer den Atlas meiner Mutter geschnappt. Hab mir die ganzen Landkarten angekuckt, Flüsse, Berge, Städte und so. Ich wollte wissen, wer ich bin, warum ich bin und vor allem, wo ich bin. Denn du kannst einfach nicht wissen, wer und warum du bist, wenn du nicht weißt, wo du bist. Doch dann kam ich in die Schule. Meine Mutter hat mich da einfach so reingesteckt, ohne mich zu fragen. Ohne mich zu fragen, ob und welche. Also, ob ich überhaupt will und wenn ja, welche Schule mir denn am besten gefallen würde. Von da an ging eigentlich alles in die Hose, was in die Hose reinpasst".
Schlafverfallene
Es war bei einem Spaziergang in Delhi: Autos schoben sich hupend durch die Straßen. Radfahrer bahnten sich mühsam ihren Weg. Fußgänger schlängelten sich durch den Verkehr. Mittendrin liefen ein Deutscher und ein indischer Buddhist – ein Lehrer. Mitten im größten Getümmel sagte der Inder plötzlich, ganz leise, so dass man es kaum verstand:
"Die Menschheit liegt in tiefem Schlaf."
Als ihn sein westlicher Begleiter erstaunt und fragend anblickte, wiederholte er: "In tiefem Schlaf" und lächelte. "Schlafwandler vielleicht?", fragte der Deutsche zurück. "Schlafverfallene eher," antwortete sein Freund: "Sie sind noch nicht erwacht."
Dear Amy,
Dein Leid ist nicht meines und mein Leid ist nicht Deines
Doch gerade darin sind wir verbunden
Deine Stimme war mir Hoffnung
Deine Stimme war mir Freude
Deine Ängste nur Plakat
Deine Kämpfe bunte Bilder
Deine Leiden füllten den Saal
Für eine gute Show
Umjubelt auf der Bühne
Und dann
Zurück ins Nichts
Einsamkeit mit Vollpension
The Walk of Fame - nichts Wahres und nichts Ganzes
Doch tief empfundene ehrliche Suche
Nach Ausdruck, Wahrheit und Verstehen
Das macht den Künstler aus
Eine Schale, die voll ist,
kann man nicht weiter füllen;
erst wenn sie leer ist,
erst wenn sie leer ist,
ist wieder Platz für Neues.
"Om Ami Dewa Shri"
Mögen alle Lebewesen den Zustand des Buddha verwirklichen
"Om Ami Dewa Shri"
Mögen alle Lebewesen den Zustand des Buddha verwirklichen
Die Welt ist wie ein Presslufthammer...
...der ganze Lärm...
...in einer Zeit voller Missgunst und Resignation ist für mich und die anderen die Stille wie Meditation...
P.s.
Mein Boot wartet auf Dich...
P.p.s
Fühl die Stille...
...in einer Zeit voller Missgunst und Resignation ist für mich und die anderen die Stille wie Meditation...
P.s.
Mein Boot wartet auf Dich...
P.p.s
Fühl die Stille...
Run the way - run a way - run away
Du gehst morgens -
mit einem kleinen schwarzen Koffer
Allein an der Haltestelle
Der Wind und der Regen
auf einem traurigen und einsamen Gesicht
Mutter wird niemals verstehen,
warum du gehen mußt
Aber die Antworten, nach denen du dich sehnst,
werden niemals zu Hause gefunden
Die Liebe, die du brauchst,
wirst du nicht zu Hause finden
Rumgestoßen und reingetreten
Immer der einsamer Junge
Du warst der, über den die ganze Stadt sprach
und den sie versucht haben, fertig zu machen
Sie können es so hart treiben, wie sie wollen,
um dich zum Weinen zu bringen
Du wirst niemals vor ihnen weinen -
nur deine Seele weint
Du gehst morgens -
mit allem, was du besitzt
In einem kleinen schwarzen Koffer
Allein an der Haltestelle
mit einem kleinen schwarzen Koffer
Allein an der Haltestelle
Der Wind und der Regen
auf einem traurigen und einsamen Gesicht
Mutter wird niemals verstehen,
warum du gehen mußt
Aber die Antworten, nach denen du dich sehnst,
werden niemals zu Hause gefunden
Die Liebe, die du brauchst,
wirst du nicht zu Hause finden
Rumgestoßen und reingetreten
Immer der einsamer Junge
Du warst der, über den die ganze Stadt sprach
und den sie versucht haben, fertig zu machen
Sie können es so hart treiben, wie sie wollen,
um dich zum Weinen zu bringen
Du wirst niemals vor ihnen weinen -
nur deine Seele weint
Du gehst morgens -
mit allem, was du besitzt
In einem kleinen schwarzen Koffer
Allein an der Haltestelle
Der Wind und der Regen
auf einem traurigen und einsamen Gesicht...
In diesem Fluß hatte sich Siddhartha ertränken wollen, in ihm war der alte, müde, verzweifelte Siddhartha heute ertrunken. Der neue Siddhartha aber fühlte eine tiefe Liebe zu diesem strömenden Wasser...
Denn ist man...:
ob im Guten oder im Schlechten.
Ob in Trauer oder in Freude.
Weil alles einfach sein darf,
so wie's grad fliesst.
Und...:
Wenn diese eine Erkenntnis verinnerlicht ist,
nicht nur im Verstand sondern tief innen
als Wahrheit erkannt und integriert,
dann erübrigen sich manipulative Gespräche.
Dann ist da nicht einmal mehr das Bedürfnis zu reden.
Dann erübrigt es sich andere überzeugen zu wollen.
Ob religiös, politisch oder partnerschaftlich.
Dann wird das ganze Leben zum small talk.
Einfach so, aus Freude am sein.
1969!
UN, Einleitung, "Club of Rome", "Grenzen des Wachstums"
„Ich will die Zustände nicht dramatisieren. Aber nach den Informationen, die mir als Generalsekretär der Vereinten Nationen zugehen, haben nach meiner Schätzung die Mitglieder dieses Gremiums noch etwa ein Jahrzehnt zur Verfügung, ihre alten Streitigkeiten zu vergessen und eine weltweite Zusammenarbeit zu beginnen, um das Wettrüsten zu stoppen, den menschlichen Lebensraum zu verbessern, die Bevölkerungsexplosion niedrig zu halten und den notwendigen Impuls zur Entwicklung zu geben. Wenn eine solch weltweite Partnerschaft innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht zustande kommt, so werden, fürchte ich, die erwähnten Probleme derartige Ausmasse erreicht haben, dass ihre Bewältigung menschliche Fähigkeiten übersteigt.“ U Thant, 1969
Die Welt ist voll Schnee - ich trabe dahin und träume von Rehen
Ich Steppenwolf trabe und trabe,
die Welt liegt voll Schnee,
vom Birkenbaum flügelt der Rabe,
aber nirgens ein Hase ein Reh!
In die Rehe bin ich so verliebt,
wenn ich doch eins fände!
Ich nähm's in die Zähne, in die Hände,
das ist das Schönste, was es gibt.
Ich wäre der Holden so von Herzen gut,
fräße mich tief in ihre zärtlichen Keulen,
tränke mich voll an ihrem roten Blut,
um nachher die ganze Nacht einsam zu heulen.
Sogar mit einem Hasen wär ich zufrieden,
süss schmeckt sein warmes Fleisch in der Nacht -
Ist denn alles und alles von mir geschieden,
was das Leben ein wenig heiterer macht?
An meinem Schwanz ist das Haar schon grau,
auch kann ich gar nimmer deutlich sehen,
schon vor Jahren starb meine geliebte Frau.
Und nun trab ich und träume von Rehen,
trabe und träume von Hasen,
hör den Wind in der Winternacht blasen,
tränke mit Schnee meine brennende Kehle,
trage dem Teufel zu meine arme Seele.
Hermann Hesse
die Welt liegt voll Schnee,
vom Birkenbaum flügelt der Rabe,
aber nirgens ein Hase ein Reh!
In die Rehe bin ich so verliebt,
wenn ich doch eins fände!
Ich nähm's in die Zähne, in die Hände,
das ist das Schönste, was es gibt.
Ich wäre der Holden so von Herzen gut,
fräße mich tief in ihre zärtlichen Keulen,
tränke mich voll an ihrem roten Blut,
um nachher die ganze Nacht einsam zu heulen.
Sogar mit einem Hasen wär ich zufrieden,
süss schmeckt sein warmes Fleisch in der Nacht -
Ist denn alles und alles von mir geschieden,
was das Leben ein wenig heiterer macht?
An meinem Schwanz ist das Haar schon grau,
auch kann ich gar nimmer deutlich sehen,
schon vor Jahren starb meine geliebte Frau.
Und nun trab ich und träume von Rehen,
trabe und träume von Hasen,
hör den Wind in der Winternacht blasen,
tränke mit Schnee meine brennende Kehle,
trage dem Teufel zu meine arme Seele.
Hermann Hesse
Bei der Bildung sparen...
"Bei der Bildung zu sparen ist etwa so sinnvoll, wie sich bei minus Graden in die Hose zu pissen, damit's warm wird."
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