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Widmung

Dem, was andere schon sagten, kann ich nichts Neues hinzufügen; zudem bin ich kein begabter Poet. Ich gebe nicht vor, anderen von Nutzen zu sein: Um meinen eigenen Geist zu üben, habe ich dieses Werk verfaßt.

Ahimsayama
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Endlich Daheim - Ein Leben lang vergessen in der Psychiatrie

Nachlass eines Schicksalslosen
Ein Leben lang vergessen in der Psychiatrie
Von Hans Volkmar Findeisen

1940 kommt der erste Transport von 500 Psychiatriepatienten aus Südtirol nach Süddeutschland. Zur Euthanasie. Unter den Deportierten befindet sich ein 23jähriger Mann: Josef Demetz, genannt Peppi. Als uneheliches Kind hatte man ihn ins Irrenhaus nach Trient abgeschoben. Ohne nachvollziehbare Diagnose. Peppi kam nach Zwiefalten. Das psychiatrische Landeskrankenhaus war Durchgangsstation für die Tötungsanstalt Grafeneck. Der junge Mann blieb am Ende vom Tod in der Gaskammer verschont. Aber den Rest seines Lebens, 60 Jahre, blieb er in der Psychiatrie. Niemand wollte ihn. Niemandem erzählte er von seiner grauenvollen Geschichte. Nur einem Kassettenrecorder hat er seine Geheimnisse anvertraut. Erst jetzt ist diese Aufnahme wieder aufgetaucht. Sie ist ein unvergleichlich erschütterndes Dokument.

Redaktion: Christina-Maria Purkert/ © WDR 2013

Audio (nur 7 Tage verfügbar)

Ist die Intuition ein natürlicher Teil des menschlichen Daseins?

In anderen Kulturen empfinden die Menschen die Intuition als einen Teil des Menschen. Im Gegensatz zu unserer westlichen, vom Materialismus und Rationalismus geprägten Welt, ist dieses Denken und Empfinden nicht Stein des Anstoßes oder gar ein Grund sich darüber lächerlich machen zu wollen.

Wer Achtsamkeit und Meditation praktiziert, öffnet sich ganz bewußt diesem Teil seines Menschseins. Es geht ja gerade nicht darum sich rational und in Abwägung den Dingen gegenüber zu stellen, sondern um ein sich Öffnen, hin zu der Erfahrung, daß der Mensch ein Teil des Ganzen ist und somit in die ihn umgebende Natur eingebunden ist. Die nichtwertende Öffnung und Hinwendung zu den Dingen und Phänomenen, die den Menschen umgeben, und die ebenfalls nichtwertende Öffnung zu den Prozessen im Inneren des Bewußtseins, die mit der Umwelt in Kontakt stehen und zurückwirken, führt zu einem Bewußtwerdungsprozeß.

Die Intuition jedoch scheint mir eine Vorstufe oder besser gesagt die Grundlage für diesen Prozess zu sein. Erfahrungen, Ängste, Hoffnungen, Wünsche, Alarmsignale. All das ist dort nach meinem Empfinden evolutionär hinterlegt. Betrachtet man die Komplexität, den Verlußt von Riten und Werten und den schnellen Wandel unserer Gesellschaften, so scheint mir, kann die Intuition hilfreich sein.

So wie ich Zen verstanden habe, macht ihn aus, daß ein spontanes intuitives Handeln erreicht werden kann ohne sich ständig im Für und Wider dieser dualistischen Welt zu verfangen. Dazu gehört wohl Selbstke(r)nntnis in bezug auf das Wechselspiel von dualistischer Welt und Ich, Vertrauen in die eigene Intuition und viel Übung beides miteinander verbinden zu können.




"Ich behaupte, es gibt keine wirkliche Deutung unseres Lebens aus der Rationalität heraus. Wir müssen tiefer forschen. Wir müssen auf einer Ebene forschen, wo wir mehr begreifen, von dem was wir sind und was wir Evolution nennen und aus dieser Ebene kommt auch die Intuition." 
Benediktinerpater und Zen‐Meister Willigis Jäger.


"Das menschliche Denken ist nicht intuitiv, sondern diskursiv."

Immanuel Kant


"Nur indem ihr verhindert, daß begriffliches Denken entsteht, werdet ihr Bodhi erfahren..." 
Meisters Huang-Po
 
 

Tag der Achtsamkeit vom 12.9.2009 (mp3)

Neuigkeiten vom Tag der Achtsamkeit am 12.9.2009

Original-Audioquelle (A26_Meditation_11.06.2005_56kbits.mp3)



"Erst wenn du den Umtrieben deines Denkens Einhalt gebietest und den Punkt erreichst, wo all Dinge ungeboren sind, brichst du durch zur Freiheit - du versinkst nicht in Gefühlen, du verweilst nicht mehr bei Begriffen, sondern transzendierst alles ganz und gar." Yuanwu

Das Trauma als Tagesgeschäft


Wenn mir meine Mum manchmal erzählte, daß sie hier in Köln gehungert hat, sie und ihre Mutter beim Brombeerenpflücken von einem Jagdflugzeug beschossen wurden, sie von ihrer Mutter getrennt war, weil der Mann und Vater irgendwo im tiefsten Rußland Flugzeuge flog, die er nicht fliegen wollte und dabei verschollen blieb und meine Oma daher arbeiten mußte, dann geht mir das schon nahe.
Und auch, wenn ich nur versuche mir vorzustellen, wie es sein muß, in einem der kältesten Winter der Zeit von Pommern ins Rheinland laufen zu müssen. Als Kind (mein Vater) zu sehen , wie Tote in den Gräben liegen; Gewalt, Hunger und Terror Tagesgeschäft ist. Wie es sein muß zu sehen, wie die eigene Schwester abgeholt wird und nie wieder zurück kommt.

Heute morgen wurde alles dann doch noch ein wenig anders.

Aus dem Text der Redaktion:
Kriegskinder (Podcast)

"Andere haben es viel schlimmer gehabt!" Das ist häufig die Standardantwort, wenn man mit älteren Menschen über ihre Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg spricht, der im September vor 70 Jahren begann. Mit diesem Satz verdrängt die Generation der Kriegskinder, also heutige Pensionäre, oftmals ihre traumatischen Erlebnisse in Bunkernächten, auf der Flucht oder im Lager.
Auch der Journalist Curt Hondrich (70) gehört zur vergessenen Generation und hat den Förderverein "Kriegskinder für den Frieden" gegründet, um Zeitzeugen, aber auch deren Kinder und Enkel, miteinander ins Gespräch zu bringen: über die Gründe für das lange Schweigen, über das Erlebte und über die Nachwirkungen der Kriegstraumata auf Politik und Gesellschaft bis heute.

Geistesschulung in der buddhistischen Praxis

- Zur Einfachheit der Geistesschulung in der buddhistischen Praxis
Besinnung am Sonntag,
DRS2, 28.05.1989, 29:00 min.
Achtsamkeit ist ein Kernstück der Buddhismus. Um Wachsein, Aufmerksamkeit, Wahr-Nehmung der Welt geht es dem amerikanischen Zen-Mönch und Psychologen Jack Kornfield in seinen Ausführungen. mp3


Der Buddha sagt: "Du hast in jedem Augenblick eine Verabredung mit dem Leben...."

Aus dem Text der Redaktion:

WDR 3/ WDR 5
Lebenszeichen von Reinartz, Burkhard: Sendung vom 12.07.2009
"Das Mysterium findet im Hauptbahnhof statt" / Über Spiritualität und Alltag


Manche Menschen meinen, Spiritualität sei mit der Langeweile und der Mühsal des Alltags unvereinbar. Das Religiöse, die Erfahrung der Transzendenz, zeige sich am ehesten vor dem Altar, in der Klosterklausur oder auf dem Meditationskissen. Andere suchen neue Wege der spirituellen Erfüllung. Sie erkennen, wie unsinnig es ist, das Heilige und das Profane als Gegensätze zu sehen.
Karlfried von Dürkheim hat es so gesagt: "Der Sinn des menschlichen Daseins ist, Zeuge zu sein des Überweltlichen in der Welt." Der Gläubige soll in jedem Augenblick wach und aufmerksam in der Welt aktiv sein. Spiritualität will vor allem dort gelebt werden, wo Menschen die meiste Zeit ihres Lebens verbringen: im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis.

Redaktion: Theo Dierkes © WDR 2009

Ein Gespenst geht um in der westlichen Welt ...

Ein Gespenst geht um in der westlichen Welt, das Gespenst der Religion.
Peter Sloterdijk, Philosoph und Buchautor beschäftigt sich mit dem Aufblühen der Religionen.
Was ist die "wahre Natur" der Religionen?
Jemand der glaubt, ist ein Übender?
Religion ist ein Übungssystem, um das Verhalten des Menschen und die Einsicht in die Zusammenhänge der Phänomene zu verändern?
Welche Antworten kann die Religion geben?

Im Gegensatz zu anderen uns bekannten Lebenwesen kann der Mensch über seinen eigenen Horizont hinausschauen. Deshalb braucht er ein System, um die Erfahrungen, die bei der Betrachtung des Horizontes gemacht werden, einordnen zu können.
Der Mensch muß trainieren, weil er in einem "Überraschungsraum" gefangen ist. Immunisierung durch Training macht das Leben des Einzelnen einfacher.


WDR 5 Das philosophische Radio: mit Peter Sloterdijk über Anthropotechnik (Sendung vom 03.07.09)

Gast im Studio: Peter Sloterdijk, Philosoph; Moderation: Jürgen Wiebicke © WDR 2009
Eigenes Fenster

Phänomen Religion - Warum Menschen glauben

Warum Menschen glauben

Neue Erkenntnisse der Wissenschaften zum Glauben und seinen Wirkungen

Aus dem Text der Redaktion

Jede Kultur hat ihre religiösen Vorstellungen. Eine Gesellschaft ohne jeglichen Glauben ist kaum vorstellbar. Warum das religiöse Denken unter den Menschen universell verbreitet ist, beschreiben Evolutionsbiologen: In der Menschheitsgeschichte haben sich Fähigkeiten des Denkens entwickelt, die für den Glauben ursächlich sind. Aber auch Natur- und Lebenswissenschaftler widmen sich dem Phänomen Religion mit wachsendem Interesse. Mediziner, Psychologen, Anthropologen, Neurobiologen suchen und sammeln Erkenntnisse über Ursprung und Wirkung des Glaubens. Kann er tatsächlich die sprichwörtlichen Berge versetzen? Sind gläubige Menschen glücklicher oder gar gesünder als nicht-gläubige? Ist der Mensch von Natur aus religiös, und unterscheidet ihn das vom Tier? Harte wissenschaftliche Fakten widerlegen zuweilen als sicher geltende Meinungen, etwa die, dass religiöse Menschen öfter moralisch handeln als nicht-religiöse. Ulrich Schnabel hat den Stand der wissenschaftlichen „Vermessung des Glaubens“ in einem Buch zusammengefasst. Die bedeutsamsten Erkenntnisse diskutiert er im Funkhausgespräch mit der Theologin Elisabeth Gräb-Schmidt und dem Neuropsychologen Christan Hoppe.

Hier der Link zur Sendung des WDR: