Widmung
Ahimsayama
Endlich Daheim - Ein Leben lang vergessen in der Psychiatrie
Ist die Intuition ein natürlicher Teil des menschlichen Daseins?
Wer Achtsamkeit und Meditation praktiziert, öffnet sich ganz bewußt diesem Teil seines Menschseins. Es geht ja gerade nicht darum sich rational und in Abwägung den Dingen gegenüber zu stellen, sondern um ein sich Öffnen, hin zu der Erfahrung, daß der Mensch ein Teil des Ganzen ist und somit in die ihn umgebende Natur eingebunden ist. Die nichtwertende Öffnung und Hinwendung zu den Dingen und Phänomenen, die den Menschen umgeben, und die ebenfalls nichtwertende Öffnung zu den Prozessen im Inneren des Bewußtseins, die mit der Umwelt in Kontakt stehen und zurückwirken, führt zu einem Bewußtwerdungsprozeß.
Die Intuition jedoch scheint mir eine Vorstufe oder besser gesagt die Grundlage für diesen Prozess zu sein. Erfahrungen, Ängste, Hoffnungen, Wünsche, Alarmsignale. All das ist dort nach meinem Empfinden evolutionär hinterlegt. Betrachtet man die Komplexität, den Verlußt von Riten und Werten und den schnellen Wandel unserer Gesellschaften, so scheint mir, kann die Intuition hilfreich sein.
So wie ich Zen verstanden habe, macht ihn aus, daß ein spontanes intuitives Handeln erreicht werden kann ohne sich ständig im Für und Wider dieser dualistischen Welt zu verfangen. Dazu gehört wohl Selbstke(r)nntnis in bezug auf das Wechselspiel von dualistischer Welt und Ich, Vertrauen in die eigene Intuition und viel Übung beides miteinander verbinden zu können.
"Ich behaupte, es gibt keine wirkliche Deutung unseres Lebens aus der Rationalität heraus. Wir müssen tiefer forschen. Wir müssen auf einer Ebene forschen, wo wir mehr begreifen, von dem was wir sind und was wir Evolution nennen und aus dieser Ebene kommt auch die Intuition."
"Das menschliche Denken ist nicht intuitiv, sondern diskursiv."
Immanuel Kant
"Nur indem ihr verhindert, daß begriffliches Denken entsteht, werdet ihr Bodhi erfahren..."
Tag der Achtsamkeit vom 12.9.2009 (mp3)
Neuigkeiten vom Tag der Achtsamkeit am 12.9.2009
"Erst wenn du den Umtrieben deines Denkens Einhalt gebietest und den Punkt erreichst, wo all Dinge ungeboren sind, brichst du durch zur Freiheit - du versinkst nicht in Gefühlen, du verweilst nicht mehr bei Begriffen, sondern transzendierst alles ganz und gar." Yuanwu
Das Trauma als Tagesgeschäft

Und auch, wenn ich nur versuche mir vorzustellen, wie es sein muß, in einem der kältesten Winter der Zeit von Pommern ins Rheinland laufen zu müssen. Als Kind (mein Vater) zu sehen , wie Tote in den Gräben liegen; Gewalt, Hunger und Terror Tagesgeschäft ist. Wie es sein muß zu sehen, wie die eigene Schwester abgeholt wird und nie wieder zurück kommt.
Heute morgen wurde alles dann doch noch ein wenig anders.
Aus dem Text der Redaktion:
"Andere haben es viel schlimmer gehabt!" Das ist häufig die Standardantwort, wenn man mit älteren Menschen über ihre Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg spricht, der im September vor 70 Jahren begann. Mit diesem Satz verdrängt die Generation der Kriegskinder, also heutige Pensionäre, oftmals ihre traumatischen Erlebnisse in Bunkernächten, auf der Flucht oder im Lager.
Geistesschulung in der buddhistischen Praxis
DRS2, 28.05.1989, 29:00 min.
Der Buddha sagt: "Du hast in jedem Augenblick eine Verabredung mit dem Leben...."
WDR 3/ WDR 5
Lebenszeichen von Reinartz, Burkhard: Sendung vom 12.07.2009
"Das Mysterium findet im Hauptbahnhof statt" / Über Spiritualität und Alltag
Karlfried von Dürkheim hat es so gesagt: "Der Sinn des menschlichen Daseins ist, Zeuge zu sein des Überweltlichen in der Welt." Der Gläubige soll in jedem Augenblick wach und aufmerksam in der Welt aktiv sein. Spiritualität will vor allem dort gelebt werden, wo Menschen die meiste Zeit ihres Lebens verbringen: im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis.
Redaktion: Theo Dierkes © WDR 2009
Ein Gespenst geht um in der westlichen Welt ...
Peter Sloterdijk, Philosoph und Buchautor beschäftigt sich mit dem Aufblühen der Religionen.
Was ist die "wahre Natur" der Religionen?
Jemand der glaubt, ist ein Übender?
Religion ist ein Übungssystem, um das Verhalten des Menschen und die Einsicht in die Zusammenhänge der Phänomene zu verändern?
Welche Antworten kann die Religion geben?
Im Gegensatz zu anderen uns bekannten Lebenwesen kann der Mensch über seinen eigenen Horizont hinausschauen. Deshalb braucht er ein System, um die Erfahrungen, die bei der Betrachtung des Horizontes gemacht werden, einordnen zu können.
Der Mensch muß trainieren, weil er in einem "Überraschungsraum" gefangen ist. Immunisierung durch Training macht das Leben des Einzelnen einfacher.
WDR 5 Das philosophische Radio: mit Peter Sloterdijk über Anthropotechnik (Sendung vom 03.07.09)
Phänomen Religion - Warum Menschen glauben
Warum Menschen glauben
Neue Erkenntnisse der Wissenschaften zum Glauben und seinen Wirkungen
Aus dem Text der Redaktion
Jede Kultur hat ihre religiösen Vorstellungen. Eine Gesellschaft ohne jeglichen Glauben ist kaum vorstellbar. Warum das religiöse Denken unter den Menschen universell verbreitet ist, beschreiben Evolutionsbiologen: In der Menschheitsgeschichte haben sich Fähigkeiten des Denkens entwickelt, die für den Glauben ursächlich sind. Aber auch Natur- und Lebenswissenschaftler widmen sich dem Phänomen Religion mit wachsendem Interesse. Mediziner, Psychologen, Anthropologen, Neurobiologen suchen und sammeln Erkenntnisse über Ursprung und Wirkung des Glaubens. Kann er tatsächlich die sprichwörtlichen Berge versetzen? Sind gläubige Menschen glücklicher oder gar gesünder als nicht-gläubige? Ist der Mensch von Natur aus religiös, und unterscheidet ihn das vom Tier? Harte wissenschaftliche Fakten widerlegen zuweilen als sicher geltende Meinungen, etwa die, dass religiöse Menschen öfter moralisch handeln als nicht-religiöse. Ulrich Schnabel hat den Stand der wissenschaftlichen „Vermessung des Glaubens“ in einem Buch zusammengefasst. Die bedeutsamsten Erkenntnisse diskutiert er im Funkhausgespräch mit der Theologin Elisabeth Gräb-Schmidt und dem Neuropsychologen Christan Hoppe.
Hier der Link zur Sendung des WDR:

