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Widmung

Dem, was andere schon sagten, kann ich nichts Neues hinzufügen; zudem bin ich kein begabter Poet. Ich gebe nicht vor, anderen von Nutzen zu sein: Um meinen eigenen Geist zu üben, habe ich dieses Werk verfaßt verfaßt.

Ahimsayama

Ein Blinder liest einem Tauben Struwwelpeter vor...






Das Haar gelockt wie Löwenmähnen,

Zuweilen mehr in langen Strähnen,

Trägt Malersmann und Komponist,

Auch der, der keins von beiden ist. –

Und wenn die Alten ’s Haar so tragen,

Warum dem Peter es versagen?




Wie grotesk. Wir versuchen uns ständig gegenseitig die Weltsichten überzustülpen. Und dabei legen wir eine gewisse Verbohrtheit an den Tag. Doch was wird eigentlich, wenn zu den beiden Protagonisten Dritte und Vierte hinzukommen - mit einer ach so "übergeordneten" Weltanschauung? Wie finden die beiden eine gesunde Ebene, auf der sie sich begegnen können? Jenseits der Störsender.
Ich denke, ein Sehenwollen und Soseinlassen  wäre ein erster Schritt. Mit offenem Herzen und offenem Verstand.




En der Kirch met dä Franz Kafka Uhr,
ohne Zeijer, met Striche drop nur,
ließ ne Blinde, nem Taube
Struvvelpeter vüür,
hinger dreifach verriejelter Düür.
Un dä Wächter mem Schlüsselbund hällt
sich em Ähnz für jet wie e Jenie,
weil`e Ausweje pulverisiert
un verkäuf jäjen Klaustrophobie



P.s.


Zum Thema Störsender:

Eins beschäftigt mich: Nehmen wir an, Menschen wollten wachsen. Wie Bäume. Und weiter angenommen, dieser Selbstentfaltungswille sei gattungsspezifisch – wir wären so eine Art „homo crescens“; auf der Suche nach Wachstum und Entwicklungsmöglichkeiten; Trüffelschweinen gleich. Dann macht Lernen Sinn. Lernen ist dann der Sinn selbst – der Stoff, aus dem Erkenntnis ist. Daher sind die Schüler/innen in ihre Arbeiten vertieft, suchen nach Lösungen, Erklärungen, helfen, lesen, rechnen, musizieren, kommen freudenreich in die Stunde und gehen zu spät in die Pause; sie gehen darin auf, weil sie sinnvoll finden, was sie tun: Was für eine Utopie.
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