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Widmung

Dem, was andere schon sagten, kann ich nichts Neues hinzufügen; zudem bin ich kein begabter Poet. Ich gebe nicht vor, anderen von Nutzen zu sein: Um meinen eigenen Geist zu üben, habe ich dieses Werk verfaßt.

Ahimsayama

Die dritte Macht


 Die Handlung beginnt im Jahr 1971 n. Chr., in dem die Erde in zwei große Lager gespalten ist: Den Westblock, einem NATO-ähnlichen Staatenbund unter der Führung der USA und der von China dominierten Asiatischen Föderation. Der von Moskau geführte Ostblock ist weniger bedeutend, obwohl er ebenfalls über ein großes Arsenal an Atomwaffen verfügt. Die Menschheit steht kurz vor dem Dritten Weltkrieg zwischen den großen Machtblöcken und damit auch ihrer atomaren Selbstvernichtung.

Die Konfrontation auf der Erde ist die Ursache des Wettlaufs zum Mond, den die USA gewinnen. Ein Raumschiff unter dem Kommandanten Major Perry Rhodan findet auf der erdabgewandten Seite des Mondes ein havariertes außerirdisches Forschungsraumschiff des Volkes der Arkoniden, mit dessen Besatzung es zum ersten Kontakt kommt. Im späteren Verlauf der Serie stellt sich heraus, dass sich vor 200.000 Jahren die gemeinsamen Vorfahren der Menschen und Arkoniden, die Lemurer, auf der Erde entwickelt hatten. Mit Hilfe von Technik und nötigem Know-How, die der arkonidische Wissenschaftler Crest zur Verfügung stellt, gelingt Perry Rhodan die Verhinderung eines atomaren Weltkrieges. Er verweigert die Herausgabe der außerirdischen Technik an die USA, desertiert, und errichtet in der Wüste Gobi inmitten des chinesischen Hoheitsgebietes die Dritte Macht: Einen neutralen Staat, der sich der gesamten Menschheit verpflichtet sieht. Dem von allen irdischen Großmächten zum Weltfeind Nummer Eins erklärten amerikanischen Raumfahrer gelingt es, weitere Menschen um sich zu sammeln, die erkannt haben, dass die Erdbewohner nur vereint gegen die Ungewissheit ihrer Zukunft bestehen können. Im Lauf der Zeit und im Angesicht der aus den Tiefen des Alls auftretenden Gefahren gelingt es ihnen, die Menschheit zu einen. Die in der Wüste Gobi errichtete Stadt Terrania wird zur Hauptstadt der vereinten Menschheit.


Als ich diesen Roman vor vielen Jahren las, in der Zeit des Kalten Krieges und der Angst vor einem Atomschlag, wünschte ich mir manchmal die Existenz solch einer Dritten Macht, die die verantwortlichen Politiker zur Vernunft bringen könnte. In den 80er-Jahren fanden im Bonner Hofgarten zahlreiche Demonstrationen der Friedensbewegung statt. Herausragend war die Veranstaltung am 22. Oktober 1983, als Hunderttausende im Hofgarten für Frieden und Abrüstung und gegen den NATO-Doppelbeschluss demonstrierten.
Die Zeiten haben sich geändert. Die Herausforderungen sind gewachsen. Der Atomschrott liegt immer noch irgendwo herum. Die Machtblöcke sind befriedigt. Die Menschheit steht heute vor noch größeren Aufgaben. Nicht der Druck auf  den Roten Knopf ist heute vorrangiges Problem, sondern Verteilungsgerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Energieversorgung und Klimawandel. Die Dritte Macht zeigt uns unsere Grenzen auf. Ruhig und gelassen erhöht sie den Druck auf die Menschheit. Sie wird ihn weiter steigern, bis ein Umdenken erfolgt. Die Dritte Macht wird überleben. Sie ist unangreifbar. Von Äon zu Äon wandelt sie sicher durch das Universum...

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