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Widmung

Dem, was andere schon sagten, kann ich nichts Neues hinzufügen; zudem bin ich kein begabter Poet. Ich gebe nicht vor, anderen von Nutzen zu sein: Um meinen eigenen Geist zu üben, habe ich dieses Werk verfaßt.

Ahimsayama

Wir sind, was wir denken oder - Der Bambus ordnet nachdenklich sein Haar

  Buddhas Philosophie betont Mitleid und Freundlichkeit sowie physische und mentale Stabilität. Doch warum? Der Grund ist wohl ganz einfach. Weil unsere Gedanken die Welt bestimmen in der wir leben. Alle Phänomene sind neutral. Sie besitzen keine inhärente Existenz. Wir geben ihnen die Bedeutung durch unseren Geist und seine ihm eigene Bewertung. Viele kennen die Wandlung der Welt, wenn die Glückshormone uns berauschen. Ändere deine Gedanken und die Welt wird sich ändern.
Unsere Welt droht heute in Mißtrauen, Angst und Haß zu ersticken, und die Menschen hungern geradezu nach ein wenig Freundlichkeit, Mitgefühl und Herzenswärme. Vielleicht hat unsere Gesellschaft nichts so bitter nötig wie die Erweckung und Entfaltung von Güte. Aber die Gesellschaft ist ja nur der Spiegel, in dem wir unser eigenes Wesen erblicken. Deswegen sollten wir nicht unsere Umwelt wegen ihrer Lieblosigkeit anklagen, sondern den Schmutz des Hasses in uns selbst beseitigen. Doch das fällt manchmal wirklich schwer.

Heute morgen erführ ich, daß sich jemand vor die Bahn geworfen hatte. Jemanden, den ich persönlich nicht kenne. Und doch war es Gesprächsthema.

Äußerungen wie: "Gut, einer weniger..."

und : "Der hatte doch nur Angst vor dem Leben..."

geben zumindest zu denken. Manchen merkt man den Spaß an ihren eigenen Äußerungen förmlich an. Nach dem Motto: "Warum soll ich mein Leid alleine ertragen?"

Doch was sie dabei vergessen ist, daß sich solche Denkweisen über die Zeit hinweg verinnerlichen und dann verselbständigen. Dunkle Wolken ziehen auf. Wegen dieser Unwissenheit schaden sie sich selbst und anderen. Im Grunde genommen ist ein Übeltäter gar nicht schlecht, sondern eher blind; es mangelt ihm einfach an genug Intelligenz, die Folgen seines Tuns zu überblicken. Er sieht nur den kleinen Vorteil des Augenblicks und nicht das Leid, das er sich unvermeidlich dafür einhandelt. Könnte man ihm klar begreiflich machen, daß die Wirkung jeder Tat letztlich den Täter selbst trifft, so würde er unverzüglich sein übles Tun aufgeben.

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