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Widmung

Dem, was andere schon sagten, kann ich nichts Neues hinzufügen; zudem bin ich kein begabter Poet. Ich gebe nicht vor, anderen von Nutzen zu sein: Um meinen eigenen Geist zu üben, habe ich dieses Werk verfaßt.

Ahimsayama

Die Mutter aller Panikattacken


Als Panikattacke wird das einzelne plötzliche und in der Regel nur einige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion (fight or flight) ohne objektiven äußeren Anlass bezeichnet. Oft ist den Betroffenen nicht klar, dass ihre Symptome Ausdruck einer Panikreaktion darstellen. Die ursprünglich der Energiebereitstellung (und damit dem Überleben) dienenden vegetativen Reaktionen im Körper werden dadurch als (lebens-) bedrohlich erlebt, was die Panik weiter antreibt. Sagt WIKI.

Jeder, der das schon einmal erlebt hat, denkt unweigerlich an sein letztes Stündlein. That`s it. See you later. Doch gerade darin liegt die Krux. Man fühlt sich geradezu bedroht. Die Angst wird entweder zum MEISTER des Geistes oder zu dessen FEIND und verschlimmert sich dadurch nur noch mehr. Grund ist die gerade vorherrschende Geisteshaltung. Yongey Minyur schlägt einen dritten Weg vor.





Kommentare:

achtsamleben hat gesagt…

Es stimmt: Bist du gegen die Angst, wird sie dein Feind. Unterwirfst du dich ihr, ist sie auch dein Feind. Denn in jedem Fall bist du gefangen. Yongey Minyur sagt das so einfach: Freunde dich mit der Angst an. Aber ich denke, er weiß, wovon er spricht. Vielen Dank für dieses Fundstück _()_
Mit metta
Matthias

elfe840@gmail.com hat gesagt…

Hallo Ahimsayama

Interessant Dein Post über Panikattacken und den Weg daraus. Selbst kenne ich keine Panikattacken, Angstgefühle schon.

Doch ich hatte mal einen Arbeitskollegen, noch ein junger Typ unter 30 Jahren, der deswegen in die psychiatrische Klinik gehen musste und nie mehr zur Arbeit kam. Er war ein ganzes Jahr krank geschrieben, nachher habe ich nichts mehr von ihm gehört.

Der Humor von Mingyur Rinpoche gefällt mir sehr! Ich kannte ihn noch nicht und werde mir deswegen noch weitere Videos von ihm angucken, wie ich gesehen habe gibt es noch einige davon bei You Tube. Mit dem Panik als Freund ansehen um aus den Panikattacken herauszukommen, hat er bestimmt recht, doch dazu bräuchte es wahrscheinlich noch genauere Anweisungen für einen Betroffenen, denke ich mal.

Den Link zum Video über den Strassenverkehr in Indien, den Du mir angegeben hast, könnte ja auch fast Panik auslösen, wenn man direkt von solchen Umständen betroffen ist und diese ungewohnt sind. Ich kenne ähnliches nur von Kairo, wo ich vor X Jahren mal als Touristin war, allerdings schön gesichert in einer Reisegruppe.

Das Mantra vom Medizinbuddha, das Du weiter unten eingestellt hast, schätze ich auch sehr und ich empfinde es als sehr kraftvoll auch um Angst aufzulösen.

Liebe Grüsse und eine gute Woche
Elfe

Ahimsayama hat gesagt…

Hallo Achtsam, hallo Elfe,

@achtsamleben:
ich kannt Minyur bis heute noch nicht. Schön ist es, wie offen er spricht. Unkompliziert.

@Elfe
Panikattacken kenne ich aus eigener Erfahrung.
Sind angeflogen gekommen. Sie hatten schon eine Ursache, doch im Moment ihres Erscheinens hat man einfach Todesangst.
Es stimmt schon, daß man die Ursachen bearbeiten muß. Das ist aber ein längerer Prozeß. Macht man auf diesem Weg den Fehler sich den Ängsten hinzugeben, also Menschenansammlungen usw. zu meiden, weil man kein direkt wirkendes Hilfsmittel an der Hand hat, kommt man auch nicht weit. Im Moment der Attacke einen ruhigen Geist zu bewahren und diesen Umstand zu kennen, ist eine gute Selbsthilfe.

Als ich erstmals in Indien mit einem Überlandbus gefahren bin, war das sehr unangenehm. Es ist nämlich so, daß die Busse und LKW bis zum letzten Moment frontal aufeinander zufahren, weil die Straßen so eng sind und die Fahrer ängstlich vermeiden das Bankett zu lange zu benutzen. Ihre Fahrzeuge sind immer überladen, Achsbrüche somit vorprogrammiert. Zeter und mordio. Es ging erst besser als ich erkannte, daß nicht nur unser Busfahrer ein Irrer war. Hinzu kam, daß wir hinten saßen. Der starre Blick durch den ganzen Bus, hinaus zu unserem "Gegner", war schon überwältigend. Abends wurde es noch schlimmer, da immer alle Fenster vergittert sind...
Also sagte ich mir, schei... der Hund drauf. Sterben kann man überall. Später habe ich sogar geschlafen. Ich verstehe Menschen, die niemals mehr einen Fuß in diese Land setzen würden. Ich gehöre sicher nicht dazu.

GlG
Ahimsayam

Elfe hat gesagt…

Ich denke da werde ich eine Indienreise besser auf mein nächstes Leben verschieben, das ist mir dann doch zu anstrengend *lach* und ich wäre wohl ständig am Schutzmantra rezitieren.
Lieben Gruss in den Abend
Elfe